In unserem Veedel

Weihnachtskonzert 2019

Nach dem Konzert, Sonntag 8.12. 10.03 Uhr

Die Stühle wurden schon in der Nacht zusammengeschoben, die große Leiter steht auf die Bühne, der Vorhang ist bereits weg, die Bühnendeko ebenso.
Die extrem schweren Bühnenelemente werden wieder zusammengeklappt, bis zum nächsten Konzert verstaut.
Die Deckendeko mit der riesigen Leiter von der Decke holen, alle noch gestern so herrlich leuchteten Sterne wieder die steile Treppe hinaufwuchten und einlagern.
Das Klavier muss auch wieder auf den Hänger und zurück ins Sängerheim.
PKW und Anhänger bringen den Wein, das Werkzeug, Bierdeckel, Tischdecken, die unzähligen kleinen nötigen Utensilien wieder ins Sängerheim. Gläser und Brötchenplatten müssen gespült werden, fertig.
Eigentlich ist alles wie immer. Aber nur „eigentlich“. In Wirklichkeit ist es in jedem Jahr anders.

Die Männer des MGV unter der Leitung des Chorleiters Eckhart Engel trugen fast alle Lieder Acapella vor und überzeugten wieder einmal durch ihr musikalisches Können. In diesem Jahr war es den Veranstaltern gelungen, das Gesangsquartett aus Köln ensemble Colonia vocale als Solisten zu gewinnen. Zeitweise verstärkt durch die Sänger dieses Quartetts brillierten die Stimmen in anspruchsvollen Chorsätzen in gewohnter Manier. Nach Meinung des langjährigen, treuen Publikums schaffte es der Männerchor des MGV einmal mehr dank einer guten Darbietung den festlich erstrahlten Saal in vorweihnachtliche Stimmung zu versetzen. Bereits im dritten Stück mischten sich die 4 Quartettsänger aus dem hinteren Bereich der Halle ein und antworteten den Männern auf der Bühne als Echo. Schön gemacht! Auch dem „Still, still, still weils Kindlein schlafen will“ von den Vieren wurde andächtig gelauscht. Bis die kleine Baby- Tochter des Chorleiters protestierte: sie wollte nicht still sein und schlafen sondern dem Konzert ihres Vaters lauschen. Hinter dem Titel „Kommt, lasst uns Christum ehren“ versteckte sich eine Reihe von klassischen Weihnachtsliedern, für das treue Publikum des MGV eine große Freude. Der erste Teil endete dann – das weiß ich gar nicht, ich musste ja schon auf dem Flur stehen. Bruchstück von geswingten Melodien kamen dort an.

Ohne Pause folgte der Auftritt des „jungen Chores“ (Zitat Heinz) Da Capo. Na ja, im Verhältnis zu 140 Jahren ist 19 Jahre ja auch jung. Alles passte: keine Einsätze verbockt, locker, unbeschwert, sicher geführt von unsrem Chorleiter Martin Kraft. Eine Hand am diesmal wohltemperierten Klavier, die andere lenkte uns durch alles Höhen des Repertoires.  „Wir haben gemerkt, dass es dem Alt gut geht und dass er heute gut drauf ist. Das hat uns noch sicherer gemacht“ (eine Sopranstimme). Die Männerstimmen begannen mehrfach alleine zu Beginn der Stücke – liebe Tenöre und Bässe, die Sonderproben haben sich gelohnt. Ihr wart sehr gut! Der Sopran glänzte souverän wie immer und bei „Merrily on high“  higher als  bei jeder Probe.
Das Schlusslied Jerusalem von einem Kölner bearbeitet (Ihlau hier geboren und beim WDR in den sechziger Jahren Tonmeister) mit beiden Chören und den Solisten – ich hätte es noch zweimal singen können!

Bärbel Hilbricht-Gey

P.S. Sonntag nach dem Konzert, 12.30 Uhr. Eigentlich müsste ich jetzt in der Halle … s.o.

3 Gedanken zu „Weihnachtskonzert 2019

  1. danke Bärbel für deinen Bericht von unserem Konzert. Es hat uns mal wieder viel Spaß gemacht, das Ergebnis von vielen Proben zu präsentieren.

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